Sonntag, 19. November 2017

Im Klopapierbrandwald

Der Tajuya mit seinen hellen Basaltklippen
- unser Zwischenziel
19. November ■ Von Jedey zum Volcán Tajuya

In Jedey wollte im letzten Jahr ein Deutscher Toilettenpapier verbrennen und setzte einen großen Teil der Insel in Brand. Unsere Tour 43 führte uns durch den verkohlten, aber mittlerweile wieder grünen Wald.

Der Kontrast zwischen grün und
schwarz gefällt uns
Es ging ziemlich steil, auf Straße, Schotterstraße und Lavagruß nach oben. Unser Zwischenziel, die hellen Felsen des Tajuya, waren schon von weitem zu sehen. Auf dem Vulkan kletterten wir ein bisschen herum, bevor es im mittlerweile dicken Nebel weiter nach oben ging.

Der Weg durch den vernebelten Bergwald war sehr schön. Wir kamen an vielen Erosionsrinnen vorbei, wo das Wasser tiefe Gräben ausgespült hat.

Nach dem Abstieg auf einem Forstweg gingen wir in die Pizzeria, um frisch gestärkt noch den Vulkan Jedey zu besteigen.

Auf dem Rückweg nahmen wir noch den Montańa Laguna mit, dies ist der Nachbarvulkan zum Montańa Todoque unterhalb von El Paso.
Blick vom Tajuya zur Westküste

Abstieg im Nebel

Auf dem Montańa la Laguna

Samstag, 18. November 2017

Schwarze Lava und grüne Kiefern

18. November ■ Montaña Quemada und La Caldereta

Vulkan Quemada (auch Tacande)
Heute haben wir bis um 8 ausgeschlafen! Als kleineren Ausflug hatten wir uns heute die schwarzen Vulkanhänge oberhalb von El Paso vorgenommen.

Zuerst streiften wir auf einer Piste kreuz und quer durch die Gegend. Schön der Kontrast zwischen dem tiefschwarzen Vulkangruß und den grünen Kiefern.

Krater des Quemada
Vulkanabstieg
Die Besteigung des Quemada war für ein kurzes Wegstück am Kraterrand etwas grenzwertig. Hat Spaß gemacht, doch wir mussten schon ziemlich aufpassen wo wir hintreten.  Leider zogen wieder Wolken auf, sodass wir von oben keinen Ausblick hatten.

Anschließend entschlossen wir uns noch zu einem Trip an die Ostküste. Dort befindet sich ein riesiger Explosionskrater mit schönem Aussichtspunkt, der leider innen bebaut ist. 
Mystisch

Bebauter Krater

Blick auf Santa Cruz an der Ostküste

Freitag, 17. November 2017

Salziger Südzipfel

17. November ■ Von Los Canarios zum Volcán Teneguía und zum Faro
Volcán San Antonio

Heute nahmen wir mit Tour Nr  46 den Südzipfel der Insel unter die Lupe. Vom Besucherzentrum gingen wir zuerst zum Volcán de San Antonio. Ein beeindruckender Vulkan, der zuletzt im 16. Jahrhundert ausgebrochen ist.

Weiter bergab folgte der Teneguía, bekannt durch seinen Ausbruch 1971. Unser geologischer Wanderführer zeigte 5 Eruptionsstellen und ein Loch, aus dem warme Luft entweicht.

Nach weiterem Abstieg durch die Lavawüste waren wir am südlichsten Punkt der Insel. Dort wird in großen Becken Salz gewonnen.

Ein Minikrater (Entgasungsschlot) am
Volcán Teneguía.
Im Hintergrund der San Antonio 
Der Rückweg führte mühsam durch Vulkangruß bergauf. Wir gingen durch Weinhänge auf Vulkangestein und hatten am Ende noch einmal schöne Ausblicke nach unten.   
Hier kommt warme Luft heraus (Kraterrand Teneguía)

Die Salinen von Fuencaliente

Mühsamer Aufstieg auf dem Rückweg

Donnerstag, 16. November 2017

In der Caldera

Blick auf den Rand der Caldera
16. November ■ Von Los Brecitos durch die Caldera Taburiente

In der Caldera gibt es nicht all zu viele Wandermöglichkeiten, da das Gelände relativ steil und unzugänglich ist und unter Naturschutz steht.

Heute unternahmen wir eine der vielleicht schönsten und offenbar auch beliebtesten Touren (Nr 49).

Mit dem Taxi ging es von Parkplatz für 12 km zum Mirador Los Brecitos. 

Ein schöner Weg führt von dort durch die dicht bewaldeten und steilen Kraterhänge zur Playa Taburiente, quasi dem Mittelpunkt der Caldera.

Klammeraffe
Von dort gingen wir als "Zusatzausflug" hinauf zur Cascada de la Fondada, einem bestimmt 100 Meter hohen Wasserfall. Auf halbem Weg zur Hoya Verde mussten wir leider umkehren, da es sonst zu spät geworden wäre. Hier oben waren wir fast die einzigen Wanderer.

Das änderte sich, als wir zurück an der Playa waren. Dort gerieten wir zwischen 3 geführte Wandergruppen.
Der Huzo

Auf dem Rückweg stiegen wir weiter ab und kamen schließlich in das Bachbett. Von dort aus gingen wir  zur Cascada de Colores, einem durch Eisenoxyd gelb gefärbten Bach.

Der weitere Weg durch die immer enger werdende Schlucht war ein schöner Abschluss.
Cascada de la Fondada

Abstieg durch das 
Barranco de las Angustias

Mittwoch, 15. November 2017

El Paso

15. November ■ El Paso

Petroglyphen
Friedhof
Hier auf der Westseite der Insel hängt zur Zeit eine dicke Wolkendecke.

Da wir heute keine Lust auf eine größere Tour hatten, gingen wir nach El Paso. Unser Häuschen  liegt zwar auch schon in El Paso, der eigentliche Ort ist jedoch noch knapp 2 km entfernt.

Im Zentrum von El Paso
Über kleine Straßen gelangten wir zu einer  Stelle, an welcher die Ureinwohner Petroglyphen in den Fels geritzt haben. Von dort bummelten wir in das Dorfzentrum, schauten uns das bunte Treiben an und landeten in einem Café.
Abendstimmung mit Blick auf die Vulkane
Todoque und Montańa la Laguna

Dienstag, 14. November 2017

Auf bekannten Pfaden unterwegs

14. November ■ Puerto Naos, Todoque, Puerto Tazacorte

Heute erkundeten wir die nähere Umgebung.

Zuerst besuchten wir unsere 2006er Unterkunft "El Paradiso" in Todoque. Sie sah  ein wenig ungepflegt aus, in der Umgebung sind neue Wohnhäuser entstanden. Die steile Einfahrt sowie den Schotterweg durch die Bananenplantagen erkannten wir gleich wieder.

Dann fuhren wir zum Strand nach Puorto Naos. Interessant, dass man sich nach 11 Jahren doch wieder an ziemlich viele Details erinnert - der Parkplatz, die steilen kleinen Straßen und der Strand mit einem markanten Felsblock.

Als nächstes bestiegen wir den Hausberg, den Montańa Todoque, eigentlich 3 ineinander übergehende Vulkane (natürlich auch mit einem Cache). Von dort hat man eine schöne Aussicht auf die Landschaft in der Umgebung - Wohnhäuser und große Bananenplantagen.

Zum Abschluss fuhren wir nach Puorto Tazacorte. Ein kleiner Hafen mit Strandpromenade, einige Häuser und Restaurants. Alles eingerahmt von steilen Wänden. Spontan stiegen wir mit Sandalen auf dem hier beginnenden GR 131 (Der Weg umrundet die Caldera und endet nach 80 km am Südzipfel der Insel. Jährlich wird auf diesem Weg der Vulkanmarathon gelaufen) 300 Höhenmeter zum Mirador über dem Tal auf. Die Abendsonne beleuchtete alles sehr romantisch.

Montag, 13. November 2017

Königsgipfel

13. November ▪ Pico Bejenado

Auch heute wollten wir wieder auf den Berg. Dieser steht mitten in der Caldera de Taburiente, einem riesigen Einsturzkrater.

Dorthin gibt es 2 Wege: einer beginnt an der Cumbrecita,  der andere in El Barial. Auf der La Cumbrecita dürfen nach Anmeldung nur 20 Fahrzeuge parken und war heute schon ausgebucht.

Deshalb fuhren wir zum Parkplatz nach El Barial, z.T. über kernige, im Wanderführer zurecht als "ruppig" beschriebene, Waldpiste und begannen dort unsere Tour Nr. 51.

Auf dem Pico Bejenado mit toller Aussicht
Zuerst durch den schattigen, lichten Wald; nach 1 Stunde erreichten wir schon den Rand der Caldera mit 1000 Meter Tiefblick.

Von da liefen wir im Zick-Zack bis auf den 1854 m hohen Gipfel des Bejenado. Dort hatten wir freie Sicht in alle 4 Himmelsrichtungen. Den Strand von Puerto Naos bzw. Tazacorte bedeckte eine weiße Wolkenmütze ähnlich einer flauschigen, dünnen Daunendecke.

Zurück ging es wieder am Rand der Caldera auf von der Natur geschaffenen und Menschen erhaltenen Pfaden und Wegen.

Eine unserer Top-Wanderungen.
Neugierig, schlau und hungrig ;-)

Auf dem Rückweg

Lavatunnel